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Wartmann

Michael Wartmann von Mutoh Deutschland im Interview: "Die Zukunft ist wasserbasiert."

Mai 7 Keine Kommentare

Mutoh präsentiert auf der diesjährigen drupa in Düsseldorf die Erweiterung des bestehenden Produktkonzeptes und zeigt die neuesten Druckermodelle der Baureihe ValueJet. Das viscomblog sprach mit Michael Wartmann, Marketing und Projektmanager der Mutoh Deutschland GmbH über Neuheiten, Technologie und Zukunftsvisionen.

 

Mutoh Logo

Herr Wartmann, was sind die Mutoh-Neuheiten und was ist das Neue daran?
Wir präsentieren auf der Messe die Fortführung der bestehenden Valuejet-Serie, die wir auch im vergangenen Jahr schon auf der viscom gezeigt haben. Zu den ausgestellten Produkten gehören die Eco-Drucker ValueJet 1324/1624 mit neuer Druckkopftechnologie sowie die neue Textildruckerserie ValueJet TD, die in den Breiten 165 cm und 260 cm angeboten wird. Wir zeigen die Produktionsmodelle aus dieser Serie, den Valuejet 1638 als normale Eco-Maschine und die 1638w als Gerät für wasserbasierte Tinten.

Das Neue ist, dass wir die aktuellste Druckkopftechnologie verbaut haben, die auf die gegebenen Ansprüche, bzw. auf die aktuellen Tinten weiter optimiert worden ist. Diese Technologie wirkt sich immens auf die Druckgeschwindigkeit aus. Selbst bei den kleineren Modellen erreichen wir einen Output von 40 qm in der Stunde im Produktionsmodus. Und das bei einer hohen Druckauflösung. Bei unserer Transferlösung erreichen wir sogar über 50 qm. Und wir liegen in einer Preisklasse um die 20.000 €. Wir sprechen damit ganz gezielt die klassischen Werbetechnik-Betriebe mit einem Mitarbeiterstamm von bis zu 10 Personen an. Von diesen Unternehmen gibt es ca.18.000 in Deutschland.

Was gibt es im Bereich Tinten neues bei Mutoh?
Wir zeigen die neue Tinte VJ1. Diese mild-solvend, also schwach lösemittelhaltige Tinte ist mit einem Endkundenpreis unter 80 € für eine 440 ml Kartusche besonders interessant. Die Tinte wird nach unseren Vorgaben produziert und explizit für unsere Druckköpfe hergestellt. Für den Einsatz dieser Tinte sind für unsere Maschinen komplett neue Weavings geschrieben worden. Es sind neue Druckmodi dazugekommen und wir sind heute imstande 9 unterschiedliche Wellen-Weavings aufzubauen, die es ermöglichen, optimal auf die verschiedenen Bedruckstoffe anzupassen.

An welchen Technologien entwickeln Sie momentan?
Noch in diesem Jahr und noch vor der viscom werden wir eine Komplettlösung anbieten, die den digitalen Workflow weiter optimieren wird. Wir bieten dann eine Kontrollmöglichkeit der Drucksysteme über ,mobile devices‘, wie Smarphones und Tabelts an. Mit dieser Technologie können beinahe alle Einstellungen an der Maschine, die Tintenkontrolle und Überprüfung der Firmware gemacht werden.

Noch Zukunftsmusik, aber in Arbeit ist, dass wir per Web-Anbindung live eine Überprüfung direkt in der Maschine machen können. Das heißt, es wird möglich, mehrere Drucker direkt anzusteuern und über eine Kamera am Druckkopf den aktiven Druckprozess anzusehen und zu kontrollieren. Derzeit arbeiten wir an einer Lösung mit der bis zu 35 Maschinen gleichzeitig angesteuert werden können. Das eröffnet riesige Möglichkeiten zur Optimierung der Produktionsprozesse.

Was sind Ihrer Meinung nach die heute wichtigsten Komponenten im Large Format Printing (LFP)?
Die Kombination aus Qualität und Geschwindigkeit sind immer noch die entscheidenden Faktoren im LFP. In Kombination mit einem optimierten Produktionsablauf sind das die wichtigsten Komponenten. Diese drei sind auch die entscheidenden Themen für die Werbetechnik-Betriebe. Denn der Bereich Vinyle und Banner ist der, in dem der meiste Umsatz passiert aber auch der geringste Gewinn gemacht wird. Wir wollen den Kunden hier begleiten und die Prozesse soweit optimieren, dass er größtmöglichen Gewinn erzielen kann.

Heute wird viel über das Thema Nachhaltigkeit und green printing geredet. Welches Konzept vertritt Mutoh?
Wir haben natürlich auch die Standardlösungen, die am Markt üblich sind. Darüber hinaus sind unsere neuen Maschinen mit einem Doppelkopf ausgestattet. Sie verfügen über jeweils 2 Druckköpfe mit 8 Düsenreihen mit denen bis zu 8 Farben gedruckt werden können. Durch die neuen Druckköpfe erreichen wir eine deutliche Vielfalt an Tropfen, die auf das Trägermaterial geschossen werden. Dadurch optimieren wir den Tintenverbrauch. Früher waren das 10 bis 12 ml und heute sind es nur noch 6 bis 8 ml pro qm. Auch die Ausfallhäufigkeit der Düsen hat sich durch die neue Technologie verringert und das bedeutet eine höhere Stabilität im Produktionsprozess, weniger Ausfälle und Ausschuss und dadurch mehr Nachhaltigkeit.

Die meisten unserer Maschinen haben einen Energy Star, ein europäisches Label, das bescheinigt, dass die Drucker energieeffizient arbeiten.

Aktuell arbeiten wir an einer neuen wasserbasierten Tinte, die beim Druckprozess beinahe ohne Heizung auskommt. Sie bringt eine enorme Energiekostenersparnis an der Maschine und ist als wasserbasiertes Produkt umweltverträglich. Die Tinte ist für die komplette Außenanwendung geeignet. Wir zeigen hier auf der drupa ein Engineering Model, das mit dieser Tinte arbeitet und natürlich auch Druckergebnisse. Dieses Modell wird in absehbarer Zeit marktreif sein.

Welche Bedeutung hat das Thema Nachhaltigkeit bei Ihren Kunden?
In Deutschland sind Energieersparnis und Umweltverträglichkeit sehr wichtige Komponenten, die auch Kaufentscheidungen beeinflussen. Auf den europäischen Markt gesehen hat Nachhaltigkeit weniger Bedeutung. Dem Thema wird zum Beispiel in den osteuropäischen Ländern keine große Beachtung geschenkt. Green printing ist dort eher zweitrangig und es geht mehr um Produktionsstabilität und geringe Tintenkosten. Wir haben in Deutschland bei der Nachhaltigkeit schon immer eine Vorreiterfunktion. Was sich hier bei uns durchsetzt, wird in den anderen Ländern nach und nach ebenfalls kommen.

Was sind Ihrer Meinung nach die Trends im Thema Nachhaltigkeit?
Wir sehen ganz klar die Tendenz in Richtung wasserbasierte Tinten. Nur mit einer wasserbasierten Tinte kann echte Nachhaltigkeit erreicht werden. Man sieht das auch hier auf der Messe sehr gut. Große Hersteller zeigen zum Beispiel Alternativen mit wasserbasierter Inkjettechnologie im Offset- und Rotationsdruck. Diese Technologie wird in einigen Jahren auch als Standard bei uns im LFP-Bereich Einzug halten.

Herr Wartmann, vielen Dank für das Gespräch.

Auf der drupa finden Sie den Stand von Mutoh in Halle 9, Stand A44.

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