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Alge statt Plastik

Mrz 17 Keine Kommentare zu Alge statt Plastik

Plastik ist aus dem Packaging kaum wegzudenken – etwa bei Lebensmitteln. Das hat nicht nur gute Seiten: Zum einen ist Plastik schwer zu recyceln und zum anderen verrottet das Material erst nach Hunderten von Jahren. Grund genug, an Alternativen zu arbeiten. „Alge statt Plastik“ haben sich die Designer von AMAM auf die Fahnen geschrieben. Das japanische Trio entwickelte eine umweltfreundliche Alternative zur Plastikverpackung. Mit Agar, einem gelatineartigen Stoff aus Meeresalgen. In Japan ist Agar vor allem ein Lebensmittel, so der Gestalter Kosuki Arake. In getrocknetem Zustand aber vielleicht auch ein Verpackungsmaterial, denn dann ist Agar porös, formbar und extrem leicht – trotz seines Volumens.
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Die drei Designer experimentierten mit pulverisiertem Agar. In Wasser aufgelöst lässt sich der Stoff in Formen gießen. Wenn diese gefroren werden, entstehen weiche Polsterstrukturen. In gepresstem Zustand wird das Material fest und folienartig. Der Clou ist Agar allerdings, sobald das Auspacken beendet ist, denn der Stoff kann umweltfreundlich entsorgt werden: Gelangt er in die Erde, verbessert sich sogar die Wasserspeicherung im Boden, falls der Stoff ins Wasser gelangt, ist er jedenfalls unschädlich für Meeresbewohner – das Rohmaterial ist ohnehin dort zuhause.
Aktuell baut das Team von Agar Plasticity im Rahmen des Lexus Design Award 2016 einen Prototypen. Wir werden berichten.

Bilder: Agar Plasticity

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